Einkommensteuer · Personal income tax
Ihre persönliche Steuerlage in Thailand hängt an zwei Fragen
Erstens: Wie viele Tage haben Sie sich im Kalenderjahr tatsächlich in Thailand aufgehalten? Zweitens: Woher stammt das Geld, das Sie erhalten, und auf welchem Weg gelangt es ins Land? Solange beide Antworten nicht schriftlich feststehen, bleibt jede Aussage zum Steuersatz eine Vermutung. Wir rekonstruieren deshalb zuerst Ihre Aufenthaltszeiten und Ihre Zahlungswege und öffnen erst danach ein Formular.

Die Grenze bei 180 Tagen
Wer sich in einem Kalenderjahr mindestens einhundertachtzig Tage in Thailand aufhält, gilt für dieses Jahr als steuerlich ansässig. Maßgeblich ist allein die tatsächliche Aufenthaltsdauer, nicht die Visumkategorie und nicht der Besitz einer Wohnung. Nicht ansässige Personen versteuern ihre Einkünfte aus thailändischen Quellen; ansässige Personen müssen zusätzlich klären, wie eingeführte ausländische Einkünfte zu behandeln sind. Bewahren Sie Ein- und Ausreisestempel auf: Im Zweifel muss die Tageszählung belegt werden und nicht bloß behauptet.
Einkünfte aus thailändischer Quelle
Gehalt einer thailändischen Gesellschaft, Beraterhonorare an Kunden im Land, Mieten aus einer hier gelegenen Immobilie und Geschäftsführerbezüge fallen in diese Kategorie, unabhängig davon, auf welchem Bankkonto das Geld eingeht. Die Steuer folgt einem progressiven Stufentarif, nachdem die zulässigen Freibeträge und Abzüge berücksichtigt wurden. Bereits einbehaltene Quellensteuer wird angerechnet, sofern die Bescheinigungen vorliegen. Fehlen sie, geht die Anrechnung verloren, obwohl die Steuer abgeführt wurde.
Überweisungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Behandlung ausländischer Einkünfte, die eine ansässige Person nach Thailand überführt, wurde in den vergangenen Jahren angepasst und verlangt eine Einzelfallprüfung: Entstehungsjahr, Jahr der Überweisung, Art der Mittel und das einschlägige Doppelbesteuerungsabkommen. Eine einzige Überweisung enthält oft altes Erspartes, einen jüngeren Veräußerungsgewinn und eine Rente zugleich, jeweils mit anderer Folge. Sinnvoll ist ein laufend geführtes Verzeichnis jeder Überweisung samt Herkunftsnachweis statt einer Rekonstruktion nach drei Jahren.
Häufig übersehene Abzüge
- Pauschaler Werbungskostenabzug bei Arbeitseinkünften und persönlicher Grundfreibetrag
- Unterhaltsberechtigte: Ehepartner ohne eigene Einkünfte, Kinder, Eltern nach Maßgabe der Voraussetzungen
- Sozialversicherungsbeiträge und Einzahlungen in den Provident Fund des Arbeitgebers
- Begünstigte Lebens- und Krankenversicherungsprämien im Rahmen der Höchstbeträge
- Hypothekenzinsen für die selbst genutzte Wohnung, mit Bankbescheinigung
- Spenden an anerkannte Einrichtungen, Quittung auf den Namen der steuerpflichtigen Person
Fristen und Nacherklärung
Die Jahreserklärung wird im ersten Quartal des Folgejahres eingereicht, bei reinen Arbeitseinkünften auf PND.91, bei weiteren Einkunftsarten auf PND.90; einzelne Kategorien lösen zusätzlich eine Halbjahreserklärung aus. Stellen Sie fehlende Jahre fest, ist die freiwillige Nacherklärung der bessere Weg: Die Behörde unterscheidet deutlich zwischen Selbstanzeige und Feststellung in der Prüfung. Wir berechnen die offenen Jahre neu, schätzen Zuschläge und Zinsen und begleiten Einreichung und Schriftwechsel.
Honorar
Das Angebot richtet sich nach der Zahl der Einkunftsquellen, dem Vorhandensein grenzüberschreitender Zahlungen, der Zahl aufzuarbeitender Jahre und dem Abstimmungsbedarf mit Ihrem Steuerberater in Deutschland. Senden Sie uns eine Einkommensübersicht, die Quellensteuerbescheinigungen und die Überweisungsbelege; Sie erhalten ein Angebot mit klar umrissenem Umfang, ohne öffentliche Preisliste.
Buchhaltung und Steuern in Thailand: häufige Fragen
Antworten für deutschsprachige Unternehmen mit einer thailändischen Gesellschaft: laufende Buchhaltung, Umsatzsteuer, Sozialversicherung und Jahresabschluss. Das Honorar richtet sich nach dem Belegvolumen und wird individuell angeboten.
Welche monatlichen Meldungen muss eine thailändische Gesellschaft abgeben?
Umsatzsteuerlich registrierte Gesellschaften reichen monatlich das Formular PP.30 ein, bei Quellensteuer zusätzlich PND.53 oder PND.1. Mit Angestellten kommt die Meldung an die Sozialversicherung hinzu.
Ist die Kommunikation auf Deutsch möglich?
Teilen Sie die gewünschte Sprache mit und senden Sie Muster von Verträgen oder Rechnungen. Die Mitarbeiter bestätigen Kommunikations- und Übersetzungsumfang. Eine deutsche Erläuterung allein erfüllt nicht automatisch die thailändischen Beleganforderungen.
Muss auch ohne Umsatz eine Erklärung abgegeben werden?
Gesellschaftsform, Umsatzsteuerregistrierung und Zahlungen sind zu prüfen. Registrierte Umsatzsteuerpflichtige geben PP.30 auch ohne Verkäufe ab; daraus folgt keine Nullmeldung für jedes Quellensteuerformular. Jahresabschluss und PND.50 werden nach den anwendbaren Pflichten getrennt geprüft.
Wie läuft die Lohnabrechnung für entsandte Mitarbeiter?
Bitte legen Sie Arbeitsvertrag, Abrechnungen und die Aufteilung in inländische und ausländische Zahlungen vor. Lohnberechnung, Quellensteuer, Sozialversicherung und Meldungen werden nach Unterlagenprüfung im Angebot abgegrenzt. Eine Prüfung ausländischer Gehaltsanteile ist nicht automatisch eingeschlossen.
Ist eine Jahresprüfung vorgeschrieben?
Eine thailändische Limited benötigt einen geprüften Jahresabschluss; für Personengesellschaften sind die Anforderungen gesondert zu prüfen. Gesellschafterbeschluss und Einreichung der Finanzunterlagen beim DBD sind von der Steuererklärung PND.50 zu unterscheiden. Buchhaltungsaufbereitung und Prüfungskoordination werden im Angebot abgegrenzt. Die Prüfung durch einen unabhängigen CPA Partner wird separat beauftragt; unsere Buchhaltungsmitarbeiter erteilen keinen Bestätigungsvermerk.
Welche Unterlagen benötigen Sie für ein Angebot?
Registerauszug, Angaben zur Umsatzsteuerregistrierung, aktuelle Buchhaltungsdaten oder Kontoauszüge sowie die Mitarbeiterzahl. Danach erhalten Sie ein individuelles Angebot.
Unterlagen für das Angebot und regionale Informationen
Nennen Sie Gesellschaftsform, Umsatzsteuerregistrierung, Belegvolumen und offene Perioden. Monatsübersichten, Übersetzungen, Einreichungsbelege und Übergabe der Originale werden gesondert abgestimmt. Sie gehören nicht automatisch zur Buchhaltung. Regionslinks sind Informationsseiten und belegen keinen Bürostandort.
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