Quellensteuer · PND.3 / PND.53
Quellensteuer in Thailand: die Pflicht trifft den Zahlenden
Wer zahlt, haftet fuer den Einbehalt. Wurde bei der Zahlung nichts abgezogen, laesst sich der Betrag beim Empfaenger praktisch nicht mehr holen, und der Aufwand selbst geraet als Betriebsausgabe unter Druck. Wir verankern einen festen Ablauf: Satz bestimmen, Bescheinigung ausstellen, fristgerecht anmelden und mit dem Hauptbuch abstimmen.

Der monatliche Ablauf
- Zahlungsart einordnen und Satz festlegen: Dienstleistung, Miete, Werbung, Transport, Honorare
- Abzug im Zahlungszeitpunkt und Ausstellung der Bescheinigung an den Empfaenger
- Zahlungen an natuerliche Personen in PND.3, an Gesellschaften in PND.53
- Abfuehrung bis zum siebten Tag des Folgemonats, elektronisch mit kurzer Fristverlaengerung
- Abgleich des einbehaltenen Betrags im Hauptbuch mit der Anmeldung, Abweichungen schriftlich begruendet
Wo es regelmaessig schiefgeht
Steht auf einer Rechnung Ware neben Leistung, wird meist entweder alles oder gar nichts einbehalten. Lizenzgebuehr und laufende Wartung sind unterschiedlich zu behandeln. Besonders sensibel sind Zahlungen ins Ausland: Ein ermaessigter Satz nach Doppelbesteuerungsabkommen traegt nur, wenn Ansaessigkeitsbescheinigung und Vertrag vor der Ueberweisung vorliegen.
Wenn ein Einbehalt vergessen wurde
Je laenger ein versaeumter Abzug offen bleibt, desto hoeher werden Zuschlag und Saeumniszins. Eine freiwillige Korrektur mit Nachzahlung faellt in der Regel deutlich milder aus als eine Feststellung in der Pruefung. Wir arbeiten die betroffenen Perioden nach Betragsrelevanz ab und organisieren die nachtraegliche Ausstellung der Bescheinigungen.
Was im Unternehmen bleibt
Sie erhalten eine Zuordnungstabelle von Zahlungsart zu Satz, Regeln fuer Nummernkreis und Ablage der Bescheinigungen sowie Aufbewahrungsfristen fuer die Zahlungsnachweise. In der Buchhaltungssoftware hinterlegen wir den Satz so, dass er bei der Erfassung automatisch vorgeschlagen wird.
Hinweis zum Honorar
Der Aufwand richtet sich nach Belegzahl, Empfaengerstruktur, Auslandszahlungen und der Frage, ob Vorjahre aufzuarbeiten sind. Senden Sie uns die letzten Anmeldungen PND.3 und PND.53 sowie eine Liste der wichtigsten Zahlungsempfaenger, dann erhalten Sie ein Angebot mit klarem Umfang.
Buchhaltung und Steuern in Thailand: häufige Fragen
Antworten für deutschsprachige Unternehmen mit einer thailändischen Gesellschaft: laufende Buchhaltung, Umsatzsteuer, Sozialversicherung und Jahresabschluss. Das Honorar richtet sich nach dem Belegvolumen und wird individuell angeboten.
Welche monatlichen Meldungen muss eine thailändische Gesellschaft abgeben?
Umsatzsteuerlich registrierte Gesellschaften reichen monatlich das Formular PP.30 ein, bei Quellensteuer zusätzlich PND.53 oder PND.1. Mit Angestellten kommt die Meldung an die Sozialversicherung hinzu.
Ist die Kommunikation auf Deutsch möglich?
Teilen Sie die gewünschte Sprache mit und senden Sie Muster von Verträgen oder Rechnungen. Die Mitarbeiter bestätigen Kommunikations- und Übersetzungsumfang. Eine deutsche Erläuterung allein erfüllt nicht automatisch die thailändischen Beleganforderungen.
Muss auch ohne Umsatz eine Erklärung abgegeben werden?
Gesellschaftsform, Umsatzsteuerregistrierung und Zahlungen sind zu prüfen. Registrierte Umsatzsteuerpflichtige geben PP.30 auch ohne Verkäufe ab; daraus folgt keine Nullmeldung für jedes Quellensteuerformular. Jahresabschluss und PND.50 werden nach den anwendbaren Pflichten getrennt geprüft.
Wie läuft die Lohnabrechnung für entsandte Mitarbeiter?
Bitte legen Sie Arbeitsvertrag, Abrechnungen und die Aufteilung in inländische und ausländische Zahlungen vor. Lohnberechnung, Quellensteuer, Sozialversicherung und Meldungen werden nach Unterlagenprüfung im Angebot abgegrenzt. Eine Prüfung ausländischer Gehaltsanteile ist nicht automatisch eingeschlossen.
Ist eine Jahresprüfung vorgeschrieben?
Eine thailändische Limited benötigt einen geprüften Jahresabschluss; für Personengesellschaften sind die Anforderungen gesondert zu prüfen. Gesellschafterbeschluss und Einreichung der Finanzunterlagen beim DBD sind von der Steuererklärung PND.50 zu unterscheiden. Buchhaltungsaufbereitung und Prüfungskoordination werden im Angebot abgegrenzt. Die Prüfung durch einen unabhängigen CPA Partner wird separat beauftragt; unsere Buchhaltungsmitarbeiter erteilen keinen Bestätigungsvermerk.
Welche Unterlagen benötigen Sie für ein Angebot?
Registerauszug, Angaben zur Umsatzsteuerregistrierung, aktuelle Buchhaltungsdaten oder Kontoauszüge sowie die Mitarbeiterzahl. Danach erhalten Sie ein individuelles Angebot.
Unterlagen für das Angebot und regionale Informationen
Nennen Sie Gesellschaftsform, Umsatzsteuerregistrierung, Belegvolumen und offene Perioden. Monatsübersichten, Übersetzungen, Einreichungsbelege und Übergabe der Originale werden gesondert abgestimmt. Sie gehören nicht automatisch zur Buchhaltung. Regionslinks sind Informationsseiten und belegen keinen Bürostandort.
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