TLAS · deutschsprachiger Schreibtisch
Einkommensteuer für Entsandte in Thailand
Neben den Pflichten der Gesellschaft entsteht für die entsandte Person eine eigene Steuerpflicht in Thailand. Zahlt das Unternehmen, bleibt die Erklärung dennoch auf den Namen der Person. Dieser Abschnitt beantwortet die Fragen, die Personalabteilungen und Entsandte uns tatsächlich stellen.
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Ab wann gilt man in Thailand als steuerlich ansässig?
Maßgeblich ist die Aufenthaltsdauer innerhalb eines Kalenderjahres; wird die Grenze überschritten, ändert sich der Umfang der Erklärungspflicht. Beginnt oder endet die Entsendung mitten im Jahr, wird jedes Jahr getrennt beurteilt. Grundlage sind die Ein- und Ausreisestempel, nicht der Vertragszeitraum – auch Dienstreisetage zählen mit.
Wie wirkt das Doppelbesteuerungsabkommen praktisch?
Dasselbe Einkommen soll nicht zweimal belastet werden; die im einen Staat gezahlte Steuer wird im anderen berücksichtigt. Voraussetzung ist der Nachweis, was wo erklärt und gezahlt wurde. Wir empfehlen, die thailändische Steuerbescheinigung und die Jahresübersicht der einbehaltenen Beträge auch nach der Rückkehr aufzubewahren.
Was gilt bei einem geteilten Gehalt aus Deutschland und Thailand?
Der Teil, der auf die Tätigkeit in Thailand entfällt, ist hier grundsätzlich steuerpflichtig, auch wenn die Zahlung vom Stammhaus kommt. Zu trennen ist, was das Unternehmen laufend einbehält und was die Person am Jahresende selbst erklärt. Wir schauen dafür einmal auf den Entsendevertrag und halten die Zuordnung schriftlich fest.
Sind Wohnung, Schulgeld und Dienstwagen steuerpflichtig?
Solche Leistungen zählen überwiegend als geldwerter Vorteil und erhöhen das steuerpflichtige Einkommen der Person. Ob die Firma direkt an den Vermieter zahlt oder erstattet, ändert die Behandlung nur in Einzelfällen. Sinnvoll ist eine Prüfung, solange das Entsendepaket noch verhandelt wird, nicht erst bei der Erklärung.
Werden nach Thailand überwiesene Auslandseinkünfte besteuert?
Die Behandlung hängt von der Ansässigkeit und davon ab, wann das Geld erwirtschaftet wurde. Vermögen, das vor der Ansässigkeit bestand, wird anders beurteilt als laufende Einkünfte. Die Verwaltungspraxis in diesem Bereich hat sich zuletzt bewegt, deshalb sollte eine größere Überweisung vorher besprochen werden.
Was ist steuerlich vor der Rückkehr zu erledigen?
Üblich ist, das laufende Jahr abzuschließen, die Erklärung abzugeben, offene Beträge zu zahlen und die Bescheinigung mitzunehmen. Wird das übersprungen, muss später aus dem Ausland korrespondiert werden, was Zeit und Geld kostet. Steht der Rückkehrtermin fest, beginnen wir rückwärts gerechnet rechtzeitig mit den Schritten. Unser Honorar nennen wir, nachdem wir den Sachverhalt gesehen haben.
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